3. Mainzer Update Allgemeinmedizin am 12.06.2013

 

Das 3. Mainzer Update Allgemeinmedizin fand am 12.06.2013 wiederum im Hilton Hotel in Mainz statt.
Die Veranstalter (Bezirksärztekammer Rheinhessen und Ärzteverein Mainz sowie der Lehrbereich Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin) konnten ca. 100 hausärztliche Kolleginnen und Kollegen zur gemeinsamen Fortbildung begrüßen.

 

Zum 3. Mal war zum Mainzer Update Allgemeinmedizin eingeladen worden, einer Veranstaltung, die zu einer hohen Versorgungsqualität im ambulanten hausärztlichen Bereich beitragen möchte. Dies spiegelte sich auch in der Auswahl der Referenten wider, die als niedergelassene Gebietsärzte oder als Klinikärzte mit ambulantem Schwerpunkt tätig sind. Der kontinuierliche Dialog, die gemeinsame Sprache, von Haus- und Gebietsarzt sind eine unabdingbare Voraussetzung für eine gute und qualifizierte Betreuung der gemeinsamen Patienten.

Als erste Referentin beschäftigte sich Dr. Barbara Krausnick, Oberärztin der Tagesklinik und Institutsambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie, mit dem Thema: Demenz im ambulanten Bereich – Basistherapie – Therapie von Verhaltensstörungen. Im Rahmen ihrer Hausbesuchstätigkeit betreut Frau Dr. Krausnick zahlreiche Demenzpatienten in Altenheimen und auch in der häuslichen Umgebung. In Kooperation mit den anwesenden Hausärzten ist sie somit „nah am Patienten dran“ und stellte ihre praktische Vorgehensweise im Umgang mit dem Thema Demenz vor. Dabei kam neben der Basistherapie eben auch die symptomatische Therapie bei Verhaltensstörungen zur Sprache. In einer regen Diskussion konnten anschließend noch weitere Fragen des Auditoriums geklärt werden.

Das Referat von Dr. Frank Trautmann, niedergelassener Rheumatologe, unter dem Titel: Der akute Rheumapatient schloss sich an. Auch hier stand das hausärztliche Procedere im Umgang mit den Rheumapatienten im Vordergrund. Welche richtungweisende Basisdiagnostik sollte durch den Hausarzt eingeleitet werden, damit zwischen dem degenerativen und dem entzündlichen Prozess differenziert werden kann und nicht der falsche Patient dem Rheumatologen zugewiesen wird. Ein weiterer Schwerpunkt des Referates widmete sich den therapeutischen Optionen, hier im Besonderen den neuen, jedoch auch sehr kostspieligen, "Biologicals".

Nach der Pause referierte Privatdozent Dr. Christian Fottner, Oberarzt der 1. Medizinischen Klinik und Poliklinik – Schwerpunkt Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, zum Thema: Der diabetische Fuß – Komplikationen vermeiden – Prävention durch orthopädische Versorgung. Mit eindrucksvollen Kasuistiken demonstrierte er die Probleme, aber auch die therapeutischen Möglichkeiten, bei diesem folgenschweren Krankheitsbild. Ein konsequentes Wundmanagement ist hier unverzichtbar. Präventivmedizinische Maßnahmen z.B. regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Füße und Fußbettung durch entsprechende orthopädische Versorgung sollten allerdings wesentlich dazu beitragen können, dass es erst gar nicht zu diesem Krankheitsbild kommt.

Den Abschluss bildete der Vortrag von Dr. Helmut Kopp, niedergelassener Angiologe, gewidmet dem Thema: Patient mit Thromboembolie. Im Vordergrund stand zunächst die Thrombophilie und Thrombophilie-Diagnostik. Anschaulich stellte der Referent dieses komplizierte Thema mit den wichtigsten gerinnungsphysiologischen Aspekten dar und gab Empfehlungen im Hinblick auf die Indikation und den Umfang entsprechender Labordiagnostik.

Die Initiatoren der Veranstaltung, Dr. Michael Todt, Fortbildungsbeauftragter von Ärzteverein und Bezirksärztekammer Rheinhessen, und Prof. Dr. Karl-Bertram Brantzen als Vertreter des allgemeinmedizinischen Lehrbereichs der Universitätsmedizin durften mit der Resonanz auf die Veranstaltung sehr zufrieden sein. Sie wird weiterhin fester Bestandteil des Mainzer Fortbildungskalenders sein.

Erste Themenwünsche für 2014 wurden bereits aus den Reihen der Teilnehmer angemeldet.

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