KLARTEXT mainzer ärzteforum am 19.09.2013

 

Die Veranstaltung zu den Themengebieten Mainzer Hospiz bzw. Hyperhidrose war mit über 25 Teilnehmern gut besucht.

 

KLARTEXT präsentiert Mainzer Hospiz und Thoraxchirurgie des KKM

Im ersten Abschnitt des Abends berichtete Herr Prof. Dr. Martin Weber am Beispiel der Dyspnoe über die Arbeit im stationären Hospiz.
Die Atemnot empfinde der Patient als lebensbedrohend, er habe Angst, gerate in Panik und brauche Zuwendung. Den Sauerstoffgehalt könne man durch ein Pulsoymeter objektivieren und einen Pleuraerguss durch ein Sonogramm feststellen.
Medikamente wie Opiate und Anxiolytika brächten einen guten Erfolg bei starker Atemnot, auch ein Handventilator bringe eine gute Erleichterung.

Frau Dr. Christina Gerlach stellte die Arbeit im ambulanten Hospiz dar.
Sie wehrte sich gegen die medizinische Aussage: "Da kann man nichts machen!" und zeigte anhand eines Fallbeispieles, dass es Möglichkeiten auch bei starker Dyspnoe gibt.
Eine besondere Zuwendung sei bei solchen Patienten notwendig, Morphintropfen unmittelbar vor geplanten Belastungen seien sinnvoll. Gegen Angst seien Benzodiazepine und gegen Entzündung Steroide hervorragende Medikamente.


Im zweiten Abschnitt erläuterte Herr Dr. Peter Hollaus zunächst, dass als Formen des übermäßigen Schwitzens generalisierte und fokale Hyperhidrosis vorkommen.
Chirurgische Methoden bei der fokalen Hyperhidrosis seien Schweißdrüsenkürettage, axilläre Excision, axilläre Saugkürettage und Tumeszenz-Saugkürettage.
In der Thoraxchirurgie des Kath. Klinikums Mainz (KKM)  werde die thorakale Sympathektomie (TSE) bei palmarer und axillärer Hyperhidrosis  durch  Blockade des Sympathikus mit Clips bevorzugt eingesetzt. Der Effekt dieser operativen Maßnahme trete sofort ein und sei dauerhaft. 

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